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Rucksack

Ein Konzept zur Sprachförderung und Elternbildung
Das Programm „Rucksack“ geht die Förderung von Kindern mehrdimensional und systemisch an: Es berücksichtigt die Entwicklung der Kinder in Bezug auf ihre Lebenswelt und ihre Familie. Es hat ebenso das Bildungssystem „Schule“ und die in ihm Agierenden im Blick.
Mütter und Lehrkräfte werden Partner für die Sprachförderung der Kinder. In Begleitung einer ausgebildeten Elternbegleiterin mit gleichem Migrationshintergrund zielt Rucksack auf die Förderung der Muttersprachenkompetenz, auf die Förderung des Deutschen und auf die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab.
Dabei werden die Mütter als Expertinnen für das Erlernen der Erstsprache angesprochen, nicht orientiert an ihren Defiziten, sondern an ihren Stärken.
Einmal wöchentlich treffen sich ausgewählte Mütter mit der Herkunftssprache Türkisch in der Schule und verbringen den Vormittag mit einer „Rucksackbegleiterin“, einer für diese Tätigkeit vom Jugendamt aus- und fortgebildeten Fachkraft. Die Gesprächsrunden haben sowohl allgemein schulische als auch unterrichtliche Fragestellungen zum Thema.
Arbeitsblätter, die im Deutsch- und Sachunterricht in der folgenden Woche in den ersten Schuljahren behandelt werden, werden hier erklärt und als Bearbeitungsaufträge in türkischer Sprache für zu Hause an die Mütter ausgeteilt.
Am Nachmittag erarbeiten sie mit ihrem Kind die Inhalte vom Vormittag in der Muttersprache und mit dem in der Gruppe vorgestellten Material, das die Schule resp. die türkischen Herkunftssprachenlehrerin erstellt hat.
Auch Fortschritte, Interessen und Stärken der Kinder sollten zwischen der Elternbegleiterin und den Rucksack-Müttern ausgetauscht werden.
Der „Rucksack“-Mutter als Leiterin dieser Gruppe hat sowohl sprachlich als auch sozial eine Vorbildfunktion und betreibt so auch aktive Integration.